Posts mit dem Label William Dodoo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label William Dodoo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 15. April 2009

-Rum Tasting von Ron Zacapa mit Lorena Vásquez-







-Rum Tasting von Ron Zacapa mit Lorena Vásquez-

Ich grüße die Leser dieses Blogs!!!

Au Backe, es ist schon richtig lange her, dass ich was gepostet habe…und das tut mir auch sehr LeidL… aber dafür kann ich heute ein kleinen Post über das Rum-Tasting von Ron Zacapa (Diageo) mit Leonora Vásquez, Master Distiller für Zacapa, seid 25 Jahren, berichten. Ich werde die ganze Historie weg lassen (kann man im Internet auf deren Homepage nachlesen!) und einfach nur von dem Eindruck berichten den diese Frau hinterlassen hat! Werde euch auch n paar Fotos zeigen.

Zuerst einmal möchte ich der Harry´s New York Bar ein „Dankeschön“ aussprechen, dafür, dass sie uns wunderbar versorgt haben mit sehr leckerem Finger-food! Und natürlich mit der schönen Location, hat gut zum Tasting gepasst!

Kurz zur Person Lorena Vasquez, denn es ist nicht jeden Tag, dass ich ein Tasting beiwohnen darf, das vom Master Distiller gehalten wird!

Lorena Vasquez, kann auf eine 25 jährige Karriere als Master Distiller für Ron Zacapa zurück blicken. D.h. sie hat eine Generation von Ron Zacapa XO mit erleben dürfen. In einer überwiegend von Männern dominierende Branche, gehört sie Weltweit zu den einzigen drei weiblichen Master Distiller. Sie kontrolliert die Prozesse des „blending“ und des „aging“. Von der ersten Pressung des Zuckerrohrs (Virgin Cane Honey) bis zum verschneiden der Jahrgänge ist sie dabei. Das verschneiden der Jahrgänge, „aging“, passiert in dem „house above the clouds“, einem Arial in 2400 Meter Höhe.

Diese Dame verkörpert diesen Rum, diese Leidenshaft, diese Überzeugung, diese Qualität, all dies findet sich wieder in diesem Rum. Nicht um sonst hat Ron Zacapa Centenario 23 Jahre von 1998-2002 auf dem Internationalem Rum Fest die Kategorie „Super Premium“ dominiert!!! Bis im Jahre 2003 dann entschieden wurde Ron Zacapa in eine „Hall of Fame“ zu übernehmen, damit andere Rums mal ne Chance haben auf diesem Wettbewerb! Wow!

Wie dem auch sei, hat diese 1,56m „große“ Dame uns gezeigt „wo der Bauer den Moscht holt“…hehehe!!! Sie hat uns durch die Geschichte der kleinen Stadt Zacapa geführt bis hin zum eigentlichen Tasting der verschiedenen Jahrgänge.

Hier noch ne kleine Beschreibung der Rums:

Zacapa 15 Jahre: Der feine Duft von Rosinen und Karamell eröffnen das volle und wohl abgestimmte Geschmacksprofil von Honig und Hülsenfrüchten, gepaart mit Noten von Nugat und feinster weißer Schokolade.

Zacapa 23 Jahre: In seiner Farbe leuchten frische Töne von Kastanien, die das feine Geschmacksprofil von Tabak und leichten Holznoten eröffnen. Schwarzes Karamel, frisches Zuckerrohr und Noten von schwarzen Beeren und braunen Gewürzelementen begleiten das andauernde Finish, eingeleitet von weißer Schokolade und Toffee.

Zacapa 25 Jahre: Dunkles Mahagoni, durchzogen von schimmernden Reflexen und einem Hauch von Amber, begleitet einen dichten und vollen Körper. Aroma von gebranntem Holz, Spuren von Früchten, Andeutungen von Vanille, Mandeln und Schokolade werden von Aromen erlesener Gewürze umgeben. Am Gaumen zeigt sich der Rum großzügig, weich, süß und würzig. Harmonische Übergänge von Schokolade, Kaffee und Toffee, perfekt ausbalanciert, sehr weich, edel und fein, ein hervorragender Digestif-Rum.

Um den besonderen Geschmack dieser Rums zu erleben, würde ich sie zuerst pur genießen mit einem Stück dunkler Schokolade (60%), danach in Drinks wie Old Fashion,

Rum-Sazerac, Rum Manhattan, u.v.m. Zu den Drinks kann ich nur sagen, dass der 15 jährige zum mixen sich wunderbar eignet, da dieser noch eine „jugendliche“ Schärfe besitzt, die in den Cocktails schön zur Geltung kommt. Bei den älteren Jahrgängen kann es sein das sie einfach „zu“ mild sind und der Rum-Charakter untergeht. Das solltet ihr für euch selber herausfinden und bitte berichten!

In diesem Sinne… Sehr zum Wohl!


Samstag, 31. Januar 2009

Heering Coffee Liqueur

Ich grüße die Leser des Blogs!

In den letzten Tagen habe ich mich mit einem Produkten beschäftigt, und habe wieder einmal feststellen dürfen: Wir haben den besten Job der Welt!!!
Ich habe kurz vor dem Ende des Jahres den neuen „Heering-Coffee Liqueur“ in die Hand gedrückt bekommen. Ein schönes Produkt, zumal dieser Likör wirklich nach Kaffee schmeckt!!! Zum einen hat er 35% Alc. was ihn sehr stark macht, somit auch Geschmacks intensiv, zum anderen ist er auf der Zunge nicht „lange“ süß. Man schmeckt dunkle Schokolade und ein leichten Hauch von dunklem Rum, gefolgt von einem leicht „Kaffee-bitteren“ Nachhall.
Instinktiv habe ich einen White bzw. Black Russian gerührt und befand die Drinks zwar „gut“ aber schlicht weg zu stark! Man möchte seinen Gästen ja evtl. einen zweiten Drink mixen, nicht wahr?!
Dann habe ich es mit einem Coffee Alexander probiert und auch hier: ein wunderbarer Geschmack jedoch ´n Tick zu stark. Letztlich habe ich es mit einem Coffee-Egg-nog probiert und siehe da, es hat wunderbar geklappt. Beim ausprobieren habe ich mich für die Variante Sahne-Milch Gemisch entschieden:
4cl Heering-Coffee Liqueur
2cl Espresso (kalt)
3cl Eierlikör (oder 1 Eigelb)
2 Bl Zucker
3cl Milch-Sahne Gemisch
Alle Zutaten in den Shaker, kräftig schütteln und in eine vorgekühlte Schale „fine“-abseihen und mit etwas Muskatnuss garnieren.
Auch wenn es nicht unbedingt die Zeit für Egg-nogs ist, ergänzt dieser Drink wunderbar die After Dinner Kategorie. Von meinen Gästen habe ich bisher positives Feedback zu diesem Drink bekommen, als willkommen Alternative zum Alexander oder White Russian.
In diesem Sinne Prost!

Würde mich freuen falls jemand weitere Rezepte mit Heering Coffee Liqueur mit uns teilen möchte.

Freitag, 16. Januar 2009

Selbst gemachtes

Ich grüße die Leser des Blogs!


JA, wir haben den „Silvesterstress“ abgeklopft und befinden uns schon mitten drin…naja fast! Die Gäste lassen sich wieder in Bezug auf Drinks beraten und die ersten neuen Spirituosen oder Sirupe schleichen sich bei mir ins Regal. Jawohl, 2009 fängt schon gut an.

In den letzten zwei Tagen habe ich mich mit einigen Produkten beschäftigt, und habe wieder einmal feststellen dürfen: Wir haben den besten Job der Welt!!!

Ein Barkeeper Freund, Peter Lawatschka (Paolo´s Frankfurt/ M.), hat mir vor zwei Tagen einen selbst gemachten Sirup in die Hand gedrückt, dessen Geschmack sehr an frisch gebackene Lebkuchen erinnert. Die Detail Zusammensetzung ist geheim, aber die Hauptbestandteile sind: Ingwer, Rosmarin, Zimt, Vanille, Zucker und roter Wermut. Die Konsistenz und Farben erinnert an Honig, ist aber in Drinks besser löslich als Honig!!! Leider hat Hr. Lawatschka keinen Namen für diesen Sirup, daher nenne ich ihn einfach mal: „Lawa“.

So, und nun habe ich ein wenig experimentiert, bin auf ein Rezept gekommen mit dem Namen „Ginger-Milk“.

Man nehme eine dicke Scheibe frischen Ingwer, muddle diesen kräftig und gibt folgende Zutaten hinzu:


5cl Gin (Broker´s / G´Vine Nouaison habe ich verwendet)

2,5cl Limettensaft

1,5 BL „Lawa“

1ds Orangebitter


Das ganze schön kräftig schütteln und in ein vorgekühltes Spitzglas abseihen. Der Drink bekommt eine milchige Farbe, schmeckt frisch, etwas scharf (Ingwer) und die Süße vom „Lawa“ verleiht dem Drink eine dezente Kräuternote im NachhallJ In diesem Sinne… „Zum Wohl!“

Falls sich der Ein oder Andere für den Sirup interessiert, Peter Lawatschka ist bei Facebook zu erreichen!

Ach ja, ganz zum Schluß…beim Sazerac habe ich den Zuckersirup mit dem „Lawa“ ersetzt und mit einem Tropfen von Arnds Shochu-Bitter ergänzt und siehe da…das schmeckt;-)

Freitag, 9. Januar 2009

Das Auge trinkt mit!

Ich grüße die Leser dieses Blogs,

wünsche Euch allen einen guten Start in 2009!!!

Lasse ich das Barjahr 2008 Revue passieren, muss ich feststellen wie sehr unsere Barkultur sich auf den Spuren vergangener Trinkgewohnheiten gemacht hat. Alte Klassiker erleben eine Renaissance siehe Martinez, Sazerac, Mother-in-Law und viele mehr, Bitter´s werden nach alten Rezepturen wieder aufgelegt oder neu interpretiert. Sehr zu meinem Geschmack! Weiterhin ist mir aufgefallen, dass auch die Trinkgewohnheiten der Gäste sich sehr stark gewandelt haben. Das kann ich nur zu gut bestätigen, da bei uns in der Bar sehr viel weniger Fancy-Drinks getrunken werden und sich unsere Gäste mehr auf alte Forgotten-Cocktails einlassen. Diesen Trend beobachtend bin ich auf 2009 sehr gespannt und freue mich auf neue Spirituosen und Bitter´s!!!

Das eigentliche Thema dass ich ansprechen möchte betrifft ein Ereignis dass ich in den letzten Tage erlebt habe und in der Vergangenheit des Öfteren:

Das Auge trinkt mit.

Was ist das, was Gäste dazu führt Getränke nach Farben aus zu suchen? Da kreiert man tolle, schon vergessene alte Cocktails, mit feinen Spirituosen und Likören, und dekoriert diese dann mit ein akkurat getrimmten Orangenzeste oder Zitronenzeste, in einem gefrosteten Spitzglas, dieser Drink schreit nur danach getrunken zu werden… der Gast beobachtet dich die ganze Zeit und bestaunt dein penibles arbeiten, doch auffallen und bestellen wird er den „Fruitpunch“, bestehend aus drei Säften und Grenadine. Ein raunen geht durch den Raum und ein “Oh, das ist ja ein schöner roter Drink, was ist das?“. Man setzt zur Erklärung an, den Gast interessiert es nicht, fällt einem ins Wort mit dem Satz: „Den nehm ich!“. Ja und neben dran, im Schatten des „Fruitpunchs“, schmilzt gerade der perfekt angerichtete „Manhattan“. Das ist nur ein Beispiel dafür, dass das Auge mittrinkt!!!

An der Cocktailstation unterhalten sich zwei Gäste sehr energisch, man seiht im selben Augenblick zwei Cocktails ab, einen blauen, einen roten und das Gespräch der beiden gerät ins Stocken, ja sogar eine Zäsur schleicht sich ein, bis einer zum anderen sagt: „Wow, der blaue Drink sieht spitze aus!“. Es wird dann noch zwei Minuten lang darüber „philosophiert“, wie toll das Farbenspiel bei Cocktails so sein kann, bis sie sich dann wieder ihrem Gespräch widmen.

Ja, das Auge trinkt wohl auch mit!

Daher habe ich in der neue Cocktailkarte eine Kategorie: „Gelb, Rot, Grün & Weiß“.

In diesem Sinne „Cheers“