Freitag, 10. April 2009

Impressionen der Shochu Bar im April 2009 Teil 2

Liebe Bartenders Lab Leser,

Ich möchte Ihnen mit den farbenfrohen leuchtenden und herzerwärmenden Fotos der Shochu Bar nicht auf die Nerven gehen, allerdings, find ich es eine sehr simple Art und Weise die bar jemanden zu demonstrieren, der diese Bar noch nicht kennt....Klicken Sie einfach mal auf Bartenders Lab und schon sind sie in der Shochu Bar! So konnte ich mehreren Personen hier in Frankfurt (wo ich im Moment meinen Urlaub verbringe) die Bar via Handy zeigen und diesen, gleichzeitig mit Bildern interesse wecken und dabei erklären, dass es keine Sushi Bar ist... Beim demonstrieren der Fotos behält man auf diesem Weg das Interesse des Zuhörers. Ohne Bilder hat man das Gefühl, das die Person gegenüber schon im Gedankengang Thunfisch oder Lachs Sushi - oder doch California Roll? abgedrifftet ist....



Wir haben in den Ma Restaurants keine Türsteher, sondern Hostessen. Diese Kümmern sich darum, dass Sie Ihre Jacke in einer sicheren Garderobe verstauen können in der sie nicht knautschig wird und am Ende des Abends nicht nach Rauch riecht. Bei der Begrüssung dürfen sie diese gerne gleich ablegen. Nach dem Abgeben der Garderobe, werden sie in die Bar begleitet.








Vor dem Besuch im Uma oder Ma Restaurant begibt man sich auf den "Catwalk" dieser lange beleuchtete Streifen gibt dem Gast für einige Sekunden Zeit sich wie ein Model zu bewegen. Rein theoretisch wäre hier auch einen Modenschau möglich, wenn die Zuschauer nur von hinten und vorne zuschauen.

Dies ist auch der Gang zu den Waschräumen, die sich genau in der Mitte zwischen den Restaurants und Bar befinden...

Die Waschräume befinden sich auf der Rechten. Auf der linken Seite kann man das Shochu und Sake Regal betrachten. Hier sind ganz oben unsere langfristig gelagerten Infusionen für Liköre präsentiert. Hier kann man Aprikosen, Pflaumen, Yuzu und Kirschlikör beim reifen beobachten. Fast täglich wird hier der Rosenshochu angesetzt.
Auch diese Infusion kann man beim reifen beobachten. Das Rezept in der neuen Mixology nachlesen.
Der Tenjin ist übrigens ein Drink, der auch ungeübte Shochu vom Hocker haut. Bis jetzt waren unsere Gäste stets begeistert bis euphorisch! Ich rate jedem diesen mal nach zu mixen. Mein Hochachtung Basti - Dieser Drink ist seit unserem Cocktail Kurs bis heute einer meiner Lieblinge auf unserer Karte....

In der Mitte zwischen ca 20 verschiedenen Sorten von Shochu befinden sich von Gästen selbst kreirte Infusionen. Hier haben sich die ersten 4 Gäste diverse Kräutervariationen ausgesucht und in Shochu eingelegt. Kann man hier eine hocharomatische Buddha's Hand oder die Variationen Ingwer-Erdbeer im Shochu eingelegt bestaunen. Diese Infusionen trinken die Gäste dann pur oder als Longdrink. Die Flasche bleibt als Dekoration oder als Symbol für den Gäst im Regal stehen. Es ist ja schließlich sein Wohnzimmer und hier ist er Zuhause. Hier kann er sich zurück ziehen - hier kann er seinen Drinks selbst noch kreiren. Selbstverständlich stehen wir dem Gast dabei beratend sehr gerne zur Seite....

Es ist allerdings unheimlich spannend wie viele Gäste durch diverse Gourmet Restaurant Besuche raffinierte Geschmackskombinationen mitlerweile verinnerlicht haben und weitergeben. So bekommen wir in der Shochu Bar nicht nur aus der Küche Inspiration sondern auch von unseren Gästen....

Wer die neu dritte Person im Bunde neben Babsi und mir in der Shochu Bar sein wird, hat sich warscheinlich rumgesprochen, zeitnah werden wir hier auf dem Bartenders Lab Blog unseren "neuen" vorstellen.

Donnerstag, 9. April 2009

Alkohol Tod nach Saufgelage....





Sehr geehrter Bartenders Lab Leser,

Wie auf der N-Tv Seite http://www.n-tv.de/1129250.html beschrieben, ist wieder einmal ein junger Mensch im Rausche des falschen Alkohols ums Leben gekommen. Dieses mal war es allerdings wirklich falscher ethanol...völlig unverträglich für den Menschlichen Körper. Überhaupt sind Alkoholika um die 70 % in hohen Mengen (Ethanol aus der Apotheke zum Fieberthermometer hat 73%) und in kurzer zeit unmöglich für die Leber abzubauen. Es entsteht eine Art Muskelkater für die Leber....Man prügelt regelrecht mit hochprozentigen Alkohol auf seinen Körper ein.
Wenn man die ersten Erfahrungen mit Alkohol macht, denkt man Alkohol muss spirittig und hart schmecken. Die Kopfschmerzen gehören einfach dazu. Teilweise werden Kopfschmerzen am nächsten Morgen sogar als Trophäe einer lang durchgezechten Nacht demonstriert und bejubelt. In wirklichkeit sind dies Giftstoffe und Mangel an Wasser der zu diesen Kopfschmerzen führt...Natürlich hat dies auch mit dem Genuss von Alkohol mit hohen Zuckeranteil zu tun, dieser trocknet den Körper allerdings auch regelrecht aus und erzeugt mehr Durst....

Man muss nicht mit einem Helm aufwachen....Hochwertige Spirituosen die öfters destilliert sind einfacher für den Körper zu verkraften, da dieser nicht mit Giftstoffen zu kämpfen hat, denn diese wurden bei der Destillation herausgefiltert....Liebe Gäste, teurer Alkohol ist nicht immer nur teuer, weil er von weit her kommt, weil er aufwendig produziert wurde oder weil er lange im Fass gelagert wurde; man zahlt auch ein oder zwei Euro drauf, damit man seinen freien Sonntag auch noch genießen kann ohne den ganzen Tag im Bett zu verbringen....

Es wäre schön wenn dieses Thema auch mal flächendeckend Deutschlandweit behandelt werden könnte, schließlich könnte auf diese Art und Weise das Bewustsein von Jugendlichen gestärkt werden spirittigen Ethanol nicht zu trinken, da dieser einfach nur schädlich ist. Auf dem Stand heute riecht der Bio Ethanol aus unserem Kamin in der Shochu Bar wie ein sehr beliebter Tequila der gerne mit Zitrone getrunken wird....

Mittwoch, 8. April 2009

VENUEZ 2009



Die Venuez 2009 in Amsterdam war mein Reiseziel der letzten Woche. Wie im Jahr zuvor besticht die Venuez durch ihren ganz besonderen Style, es ist definitiv die schönste Messe um uns herum. Das "who is who" der englischsprachigen Barszene ist in Amsterdam immer schwer vertreten und garantiert für ein tolles Event mit interessanten Vorträgen. Der Best Speech dieses Jahr geht meiner Meinung nach allerdings nach Barcelona. Javier de las muelas vom Dry Martini in Barcelona hat gemeinsam mit seinen beiden Bartendern den spektakulärsten Auftritt der Messe gemeistert. Perfekte Arbeit auf der Bühne, beeindruckende Video- und Fotopräsentationen und vor allem unglaublich ausgefallene Drinkideen die auch noch erstklassig schmeckten. Best Comment auf der Bühne fand ich von Andrew Nicholls, der zusammen mit Misja Vostermans von den "Fabulous Shaker Boys" einen sehr interessanten Speech über Bitters hielt. "Maraschino is like a kind of jedi-power for the bartender, but to use, you have to know". Best Drink ebenso an Andrew Nicholls. Sein "Celery Sour" war ein Traum. Eine Modifikation eines Klassikers, wie ich es mag. Ein klassischer Gin Sour mit einigen dashes TBT Celery Bitters, perfect.

Best Party war in meinen Augen gleich am ersten Abend die Veranstaltung der "Travelling Mixologists" im wunderschönen "Suzy Wong". Stephan Berg, Jörg Meyer, Angus Winchester, Bastian Heuser, Xavier Padovani und Ricardo Sporkslede mixten tough wie immer, diesmal nach dem Motto "Gin Galore". Feinste Gin Drinks wie "Aviation", "The Improved Holland Gin Cocktail", "Satan's Whiskers curled" oder der "Garden & Tonic" wurden an der langen Bar für die durstige Menge zubereitet. Unter den Gästen Top-Mixer wie Salvatore Calabrese, Peter Dorelli, Stanislav Vadrna und vielen mehr. Die Best Bar hat meine Erwartungen nochmals um einiges übertroffen. Im Door 74 ist Phil Duff, der in den letzten zehn Jahren Brand Ambassador für Bols Amsterdam war, einer der charmantesten Gastgeber die ich jemals kennengelernt habe. Timo mixt unglaublich professionell und ist zugleich so freundlich und aufmerksam, dass es einem schwer fällt diese Bar wieder zu verlassen. Im Door 74 gab es zudem noch ein weiteres Highlight. Mein Best Act. LeNell Smothers aus N.Y. hat an beiden Tagen der Messe Nachmittags im Door 74 im kleinen Kreis zum American Whiskey Tasting geladen und anschliessend den ganzen Abend hinter der Bar mitgearbeitet und ihre speziell für den Abend gestaltete Karte gemixt. Knackige, altmodische und neue Drinks mit Unmengen an Whiskey. Best Food gab es wie bereits im Vorjahr wieder in dem seit 1971 bestehenden Grill "Castell". Etwas unkommunikativ an den überdimensionalen Tischen, wenn allerdings 200g Rinderfilet unter 300g Hummerschwanz liegen, ist die Aufmerksamkeit sowieso nur noch auf den Teller gerichtet. 


Dienstag, 7. April 2009

Impressionen der Shochu Bar im April 2009 Teil 1

Sehr geehrter Bartenders Lab Leser,

Ich bin sehr stolz in der Shochu Bar zu arbeiten und war auch vor dem Urlaub so glücklich in solch einer wunderschönen Bar zu sitzen und zu staunen, dass ich mich kurzerhand angetrieben durch die frühlingshafte Brise, die durch das Fenster wehte mich dazu entschied ein paar Fotos zu schießen um Sie an meinen Impressionen teil haben zu lassen....
Meine Damen und Herren - Ich präsentiere die Shochu Bar:



Das Regal offenbart je nachdem von welcher Seite man es betrachtet so manchen wunderbaren Schatz für spezielle genießer....

Von jeder Spirituose wurden je eine Sorte einer spezieller Geschmacksrichtung oder Grundstoff ausgesucht, damit der Gast nicht nach Marke, sondern Geschmacksrichtung mit Begriffen wie Schokolade, Orange, Marzipan oder Gras sich seinen Lieblingsdrink aussuchen kann....





unser kleiner Nasenbäre überwacht alle Gäste ob sie sich auch wirklich benehmen....


Er trägt einen ganz besonderen Shochu in seinem Bauch, was der Grundstoff ist wird an dieser Stelle selbstverständlich nicht verraten...









Von rechts betrachtet versteht man wirklich nur japanisch - entgegengesetzt der linken Seite. Der japanische Blickwinkel ist allerdings die Sicht, die 90% unserer Gäste erblicken können und das macht für mich und unsere Gäste die Bar so spannend, es ist wie im Urlaub im Ausland, manchmal auch exotischer, in Japan bekommt man einen J.Walker Black Chivas Regal etc ohne Probleme, in der Shochu Bar ist die Scotch Auswahl erlesen, die Japanische Auswahl umso größer und verdammt aufregend....


Die warmen Farbtöne, der Kamin und die gemütlichen Kissen geben dem Gast das Gefühl diese Bar nie wieder verlassen zu wollen....

Die Krabbenchips, die indonesischen Chips, die Schweineschwarte der Genmaicha Tee die dem Gast nach dem reichen der Karte zur Begrüßung und als Start in den Abend gereicht werden - kommen jeden Tag aufs neuste frisch zubereitet aus der Küche. Der Genmaicha Tee frisch aufgebrüht, man erlebt förmlich das frische gras mit einem Hauch von Popcorn, welches von der Schale der Reiscorns stammt....

Teil 2 folgt in Kürze....

Montag, 6. April 2009

Die Shochu Bar in der Presse

Hier ein Bericht der berliner Presse über Spirituosen aus Fernost....






Ein kleines Fazit der Hessen und Hamburg Meisterschaft....

Lieber Bartenders Lab Leser,

Ich freue mich sehr, dass sowohl in Hamburg als auch in Frankfurt die frischesten und aromatischten Drinks gewonnen haben. Es war zu erkennen, dass frische Zutaten - saisonale Kräuter, frisch gepresste Säfte - erfrischende Tees - aromatische Zutaten wie Zitronengras oder Holunderblüte allgemein im Trend liegen...bei den Gästen als auch hier bei den Meisterschaften. Allerdings kam mir manchmal das Gefühl, dass manche Teilnehmer dachten, dass die Sponsoren bzw. Spirituosen Firmen die Rezepte mitlesen, oder das Ergebniss beinflussen.

Vieleicht glauben auch manche Teilnehmer, dass sich die Spirituosen Vertreter/Ambassadoren oder Representanten darüber freuen wenn man besonders viel ihres Produktes in einen Drink reinzimmert. Es ist aber keinem geholfen, wenn dieser dann nicht gewinnt!

Die Spirituosenfirmen möchten möglichst viel ihrer Produkte verkaufen und dies geht nur durch einfache Drinks, die der Gast Zuhause auch nachmixen kann. Interesse des Gastes gewinnt man durch aromatische stimmige Drinks.

Öfters werde ich von Gästen gefragt, was mein Lieblingsdrink nach Feierabend ist. Meine Antwort dazu lautet fast immer "Americano" mit Aperol und Punt e Mes ohne Soda auf Eis.
Ich liebe diesen Drink halb halb und mit Orangen Zeste.

Dieser Drink ist extrem einfach zu machen, und extrem lecker.
Ich habe etliche Male diese beiden Zutaten niedergeschrieben und einen Hinweis auf www.Barfish.de gegeben.

Die Gäste sind begeistert, weil diese noch nicht einmal einen Shaker dafür brauchen um sich Zuhause einen wunderbaren Drink zu machen...irgendwann haben diese Gäste genug vom Americano und möchten etwas neues ausprobieren - so kommen wieter Spirituosen wie Tequila, Gin, Bourbon, Rum, Shochu und Sake etc. im Negroni zum Einsatz!

6-7 cl eines Likörs plus Sirup ist meist zuviel Süße für einen Drink! es waren Drinks bei den Meisterschaften dabei, sie einen Schleimfilm auf dem Rachen hinterließen. Drinks, die einfach zu süß waren und ohne Zitrussäure ausgeglichen wurden. Diese Süße macht träge, erzeugt bei manchen Gästen Sodbrennen und Hüftgold! Manche Gäste trinken keine Cocktail mehr, weil diese der Meinung sind, dass Cocktails immer PAPPSÜß sind....Schade!

In vielen Bar in denen ich gearbeitet habe oder zugast ist eine Hausgemachte Limonade ein stets wilkommene Erfrischung und schmeckt meistens jedem Gast. Wenn diese Frisch zubereitet wird, ist diese umso köstlicher!

Ein Gin Fizz ist nichts anderes als eine wunderbar erfrischende Limonade mit Gin. Der Name FIZZ lässt uns erahnen, dass das frisch geöffnete Sodawasser schön fizzelt und diesem Drink einen letzten Kick gibt!

Die entsprechende Säure-Süße Kombination spielt hier die Rolle, die den Drink harmonisch macht.
Ich bin bei Fancies ein großer Verfächter der variante 3cl Limettensaft-2cl cl Sirup und wenn erwünscht, dann nur noch ein 1-2 cl Likör dazu, je nachdem wie viel Flüssigkeit der Drink am Ende hat.

Wichtig ist auch, dass jede einzelne Zutat auch pur schmeckt und nicht das Gesicht zusammenzucken lässt.
Am letzten Tag vor unserem Urlaub, habe ich für unsere Gäste einen Wunderbar frischen Drink auf Sakebasis gemacht, der sehr sehr sehr gut ankam so simple aber so erfischen war er auch:

Ich nahm hierfür 4cl Junmai Ginjo Sake, 3cl frisch gepressten Zitronensaft, 2cl Agavendicksaft, ein Eiweiß, 2 cl Pama Granatapfellikör aufgefüllt mit Soda Wasser. Der Drink hat ein wunderbares Pink, eine das Wasser im Mund zusammenlaufende Schaumkrone und durch das Soda Wasser bekommt der Körper auch lebenswichtige Flüssigkeit zugeführt und macht aus diesem Drink eine Erfrischung. Der frisch gepresste Saft versorgt den Körper mit Vitaminen, der Granatapfellikör gibt den Drink eine wunderschöne Farbe und Harmoniert exzellent mit der Zitronensäure. Der Zucker gibt den Drink den Nötigen Biss und Süße.
Das Eiweiß erzeugt den Schaum und rundet die Säure auf angenehme Art und Weise ab, sodass die Möglichkeit geringer ist, dass dem Gast der Drink zu sauer ist oder die Säure einer kleinen Zitrone oder Limette dem Gast zu beißend ist.

Durch den Schaum des Eiweißes kann man auch Pina Colada und Latte Machiato Fans an einen Fizz heranführen.

Lange Rede kurzer Sinn. Für eine Meisterschaft ist es wichtig , die Drinks einzuschicken, die euch auch wirklich selbst schmecken, am besten auch von Gästen für gut befunden wurden und nochmal bestellt wurden.

Die Tasting Jury, die am Ende das Ergebniss einer Meisterschaft entscheidet, sieht im Jury Raum nur den Cocktail und den Bewertungbogen. Keinen Namen keine Zutaten. Die Taste Jury bewertet nach den Kriterien, Aroma, Geschmack und Aussehen. Hierbei geht es auch nicht um unseren persönlichen Geschmack, sondern darum ob der Drink stimmig ist - harmoniert. So hat schmeckte einem Jury Mitglied Tequila überhaupt nicht, wenn ein Drink stimmig ist, kann dieser Drink auch gewinnen.

Ich habe mich vor Hamburg mit unserem Koch Fabian Münch unterhalten, wie auch Kochwettbewerben benotet wird. hierbei erklärte er mir, dass die Dekoration auch das Aroma abgeben sollte die die verspricht.

Wenn ein Drink ein Rosmarinzweig und Basilikum Blatt als Deko hat, sollte man beide riechen können sonst ist das Thema verfehlt. Wenn man den Rosmarinzweig vorher anklatscht, wird er armoatischer und das Aroma kommt zu geltung. Beide Zutaten harmonieren, und mit dem Aroma von frischer Zitrone bekommt der Drink vom Aroma her schon die volle Punkzahl.

Wenn ein Drink einen Wareneinsatz ohne Deko von 56 Cent hat, und mit Zitronengrasstange oder Drachenfrucht auf 1-2 Euro Wareneinsatz hochgeschossen wird ist für mich ebenfals das Thema verfehlt, weil öfter die Dekoration vom Gast neben das Glas gelegt wird und von uns weggeschmissen wird.

Hiermit schmeißt man viel Geld aus dem Fester. 95 % der Zitronengrasstangen auf den Meisterschaften waren nicht angeschnitten und konnten so ihr wunderbar intensives Aroma entfalten. Zitronengras wirkt sich positiv auf die menschlichen Glückshormone aus, aus diesem Grund ist Zitronengras wie auch Zedernholz ein sehr beliebter Aufguss in Saunen. Wenn man dieses Aroma nicht riechen kann, die Stange gleich aus dem Drink nimmt und diese danach weggeschmissen wird, tut es mir leid für die Personen, die sich die Mühe machen, das Zitronengras anpflanzen, pflegen, großziehen und pflücken. Zitronengras braucht Jahre um zu wachsen, ist aus diesem Grunde sehr teuer und ist daher bitte sparsam als Dekoration zu nutzen. Das selbe gilt für Vanilleschoten. Eine Stange Vanille de Madagascar ist verdammt teuer (bis zu 1,20 pro Stück) und wird meist in den Bars als Dekoration benutzt, die leider aufgrund Ihrer F&B Manager oder anderen Vorgesetzte bei den Spirituosen sparen müssen. So wird der Drink am Ende allerdings genauso teuer als ob er mit einer teueren Spiriuose zubereitet wurde. Eine Vanillaschote a 1,20 plus sagen wir 1,50 Cocktailwareneinsatz, macht 2,70 Wareneinsatz. Der Drink wird für 8 Euro verkauft - da bleibt nicht viel übrig. Der Gast isst die Schote aber nicht.

Ich glaube der Gäst wäre mit eine Limettenspalte zufriedener gewesen, wenn dafür Sierra Millenario blanco statt Sierra blanco in seiner Magarita gewesen wäre.
Wenn beim Aussehen der Farbkontrast stimmt, kann der Drink mit geringen Wareneinsatz auch hübsch aussehen. Mehr Geschmack weniger Deko = Zufriedenere Gäste und mehr Profit durch Nachbestellungen - Gäste fühlen sich wohler weil sie die Wahrheit über den Drink sagen können, weil er wirklich schmeckt! Der Bartender fühlt sich wohler, weil er Spirituosen nutzt die er selbst auch trinken würde....

Ich kenne viele Bartender die auf den Meisterschaften mitgemacht haben. Ich weiß nur von wenigen wer welchen Drink gemacht hat, bei manchen bin ich auch sehr glücklich darüber....

Michael Nagy ist neuer Hessen Meister!!!



Sehr geehrter Bartenders Lab Leser,

Ich bin glücklich den Sieger der Hessischen Meisterschaft hiermit zu verkünden:

Michael Nagy setzte sich mit folgenden Drink gegen die anderen 31 Teilnehmer souverän durch:

3cm Gurke gemuddelt, 4cl Herradura Reposade, 2cl Zimtsirup, 8cl Apfelsaft naturtrüb Deko: 2 Gurkenscheiben.

2. und 3. wurden Serkan aus Nürnberg und Christian Seller aus dem Westin Grand.

Ich freue mich sehr Euch alle in Berlin und in der Shochu Bar begrüssen zu dürfen.
Aber gebt acht - die Konkurenz aus Hamburg ist stark!


Eine kleine Auswahl der von uns getesteten Drink auf der gestrigen Hessen Meisterschaft in Frankfurt

Mittwoch, 1. April 2009

!!!!!!!!!! GROßER SKANDaL !!!!!!!!!!

ES IST UNGLAUBLICH WAS UNS GERADE FÜR EINE NACHRICHT ERREICHT!!

EYCK THORMANN WURDE NACHTRÄGLICH VON DER LCM HAMBURG DISQUALIFZIERT UND ES WURDE IHM DER ERSTE PLATZ ABERKANNT.


GRUND DAFÜR IST, ES WURDE IHM ERDBEER - MARACUJA IM BLUT NACHGEWIESEN!!!


WIR FINDEN, LANGSAM GEHT ES ZU WEIT.......

Johanisbeer/Wacholderbeersirup Teil II

Lieber Leser des Bartenders Lab,

ein wenig verspätet, folgt nun die Fortsetzung meiner Sirupherstellung. Wie schon erwähnt ist der Sirup fertig und wie ich finde ein voller Erfolg geworden.

Nachdem ich die Wacholderbeeren nun für ca. eine Woche in den Johanisbeersaft eingelegt hatte, war es an der Zeit loszulegen...

Über ein Sieb trennte ich beides
wieder voneinander.
Danach habe ich den Saft 2 mal
durch ein Papiertuch gegossen um den Saft von kleinen
Verunreinigungen
zu befreien.


Am Ende blieben mir 2,5l Saft mit Wacholderaromen, die ich dann in einem großen Topf mit gleicher Menge Zucker langsam erhitze. Es wäre gut das Ganze nicht zum kochen zu bringen, da sonst Vitamine und Geschmack verloren gehen.
Arnd gab mir noch den Tip, den Sirup mit Karamellzucker abzurunden.

Also Zucker in die Pfanne, ein bisschen Wasser und Butter dazu und geduldig rühren bis der Zucker karamelliesiert ist.

Das Karamell mit in Topf geben und solange den Kochlöffel schwingen bis sich der Zucker komplett mit dem Saft verbunden hat.


Wenn das geschehen ist den Sirup abkühlen lassen und in Flaschen füllen. Fertig!!
Die ersten Kostproben zeigen, das es fürs "Erste mal" garnicht so schlecht lief...
Farblich: schimmerndes Dunkelrot
Nase: Sehr fruchtig, leichte Wocholderaromen
Geschmack: Sehr intensiv Johanisbeere und im Abgang Wacholderbeere und ein Hauch Karamell, sehr ausgewogen
Die Idee mit dem Karamelzucker war also sehr gut: Danke ArntiBoy!!

Nächste Woche stelle ich Euch dann den Cocktail Cuba Arigato vor, für den wir den Sirup brauchen.

Aber ich werde schon ab heute mal den Cocktail als Weekly Offer anbieten und an unsere Angebotstafel schreiben. Bin mal gespannt wie oft wir Ihn verkaufen.

In diesem Sinne
Ich wünsche Euch allen eine schöne sonnige frühlingshafte Woche
und gute Geschäfte
René

Hamburger Meisterschaft der Barkeeper Die Ergebnisse!


Sehr geehrte Bartenders Lab Leser,

Zurück von der Hamburger Meisterschaft und einer Stadt die immer wieder eine Reise wert ist, sind hier nun für Sie die Ergebnisse:

Sieger der LCM wurden
Stephan Voges (3.),
Enrico Wilhelm (2.)
Eyck Thormann (1.)

Der Drink von Stephan Voges zeichnete sich insbesondere darin aus, dass er ein leuchtendes Orange, ein sehr angenehmes Aroma und ein Soda Water zum selber auffüllen dazu reichte, ein Streitthema in der Jury aber für mich und Fabian aus der Jury eine super Idee.

Enrico Wilhelm hatte eine Mischung aus Holunderblüte, Hendricks Gin und frisch gepressten Zitronensaft gemixt, die weiteren Zutaten folgen noch, aber ich denke die ersten drei lassen schon von einem ausgewogenen erfrischenden Drink ahnen....

Eyck hat einen Drink aus Tee, Cranberrysaft und Zitronengras gezaubert. auch hier folgen die weiteren Zutaten noch aber dieser Drink war ebenfals sehr erfrischend....

Marcel Baumann aus dem Raven, konnte seinen Titel der Open Bar Masters mit einer Show aus Eis, Feuer und Chartreuse Verte mit karamelisierten Anananas verteidigen.

Weitere Infos, Fotos und ein Fazit unseres Koches aus der Jury folgen die Tage....

Hier nun eine Hinweis für nächsten Sonntag:

Wer nichts zu tun hat, ein wenig über Spirituosen lernen und sich an diversen Ständen durchtesten versuchen möchte, dabei einmalige Showbartender beim flairen zuschauen und oben drauf noch die Drinks der Teilnehmer der klassischen Meisterschaft durchprobieren...der sollte diesen Sonntag im Westin Grand in Frankfurt vorbei schauen....

Hier die Eckdaten von Thomas Bley:

Wir fangen um 12h an bis ca. 18h und werden zwei Runden ausmixen d.h. von den 32 Teilnehmern kommen 12 ins Finale und die mixen dann im Finale 9 Drinks ohne Technikbewertung.

Wir haben folgende Jurymitglieder:
Technik haben wir alles Mitglieder aus anderen Sektion:

Walter Kaufmann (1. Vorsitzender Bayern)
Georgio Michailidis (Jugendreferent Bayern)
Alexander Kreft (1. Vorsitzender Baden-Württemberg , Beisitzer Jugendreferent)
Marcus Siebert (2. Vorsitzender Baden-Württemberg)

In der Tastejury haben wir die wahrscheinlich beste Jury der Welt :-)

Thorsten Pannek (Berlin)
William Dodoo (Hopper´s Bar, Frankfurt)
Meike Schmitz (Hopper´s Bar, Frankfurt)
Arnd Heißen (Shochu Bar, Berlin)
Alexander Matthei (Frankfurt)
Christian Weber (Barchef Biancalani Bar, Frankfurt)
Eyck Thormann (2. Vorsitz Hamburg/Schleswig-Holstein
, Barchef Christiansen Bar)
Stephanie Sutor (Barchefin Pure Hotel, 2. Platz Dooley´s Cup)
Diana Haider (Barchefin Blumen, Frankfurt)
Nicole Bolze (Barchefin Steigenberger Hotel Berlin)
Christina Schneider(2. Vorsitz Rheinland-Pfalz/Saarl, Marlene Bar Interconti Berlin)
Fabian Münch (Sashimi Experte, Uma Restaurant, Berlin)
Helmut Adam (Mixologie Magazin)

Wir sehen uns in Franfurt!

Montag, 30. März 2009

Eine wunderbare Woche - mit einem Feuerwerk als Abschluß

Sehr geehrter Bartenders Lab Leser,

als ich vergangene Woche von meinem Museums besuchen berauscht am ersten Tage in der Shochu Bar mit Gästen ins Gespräch kam, die ganz zufällig kunstinteressiert sind, war ich sofort Feuer und Flamme. Wir unterhielten uns über das Museum der Kulturen, über das Film Museum, das Städel, die Schirn und das MMK in Frankfurt. Die kreative Szene in München (die enorm groß ist) und letztendlich über das c/o Museum in Berlin. Das Ehepaar machte mir das Museum so schmackhaft, dass ich heute unbedingt die erste Hälfte meines freien heiligen Sonntages dort verbringen musste!

Vor der Ausstellung war eine hundert Meter lange Schlange. Keiner beschwerte sich, dass es so lange dauerte, alle haben sich auf die bald zu erwartende Ausstellung gefreut und sich darüber ausgetauscht. Es ist wunderbar an einem sonngen Sonntag Mittag in lauter zufriedene Gesichter zu schauen...

Die Ausstellung heißt Annie Leibovitz . A Photographer’s Life . 1990 - 2005
und läuft noch bis zum 24.05.09

Bei unserem Besuch durften wir Familienalbum, Werkschau und persönliches Tagebuch – die Fotos von Annie Leibovitz aus ihrem Privatleben und professionelle Arbeiten fügen sich nahtlos zu einer Chronik der Ereignisse, der offiziellen Aufträge und privaten Geschichten der letzten fünfzehn Jahre bewundern.

C/O Berlin präsentiert „A Photographer’s Life” erstmals und als einzige Station in Deutschland. Die Ausstellung umfasst insgesamt 200 teils großflächige, monochrome Landschaftsaufnahmen, teils private Familienfotos und kleinformatige Schwarz-Weiß-Porträts.

Unter anderen Sahen wir Fotos wie Leonardo di Caprio mit einem Schwan verschlungen,
Ein Fotos welches warscheinlich die Eigenschaften Di Caprios mit den Eindrücken von Annie Leibovitz verschmelzen ließ. Für mich ein sehr gelungenes Bild.

Das zweite Bild welches wohl jeder von uns schon einmal gesehen hat, jedoch nie wusste, dass dies ein Kunstwerk und eigentlich für den privaten Gebrauch von Demi Moore und Bruce Willis gedacht war. Es zeigt Demi Morre als schwangere jedoch extrem sexy Frau. Ein Bild, das unserer Gesellschaft das Gefühl beibringen sollte, dass auch dicke Frauen sexy sein können...Das Titelbild der Vanity Fair war damals ein Riesenskandal; hat allerdings heute sehr viele Nachahmer gefunden. Jedoch kam niemals wieder ein Kunstwerk an dieses heran.

Es ist toll zu sehen, dass man durch Kunst - mit einem geschmackvoll geschossenen Foto mit einem überlegt geschwungenen Pinselstrich eine Nachricht der Menschheit übermitteln kann, ohne eigentlich diese Mitteilung offensiv und aufdringlich zu gestalten.

Es ist eine Art von Eleganz und lässt die Menschen vielmeht über den Sinn nachdenken und besonders wenn auf diese Art und Weise durch Kunst zu einer Überzeugung gelangt, ist es eine schleichende aber schmerzlose Thearapie....

Nach einem fabelhaften Film (Der Fall des Benjamin Button) beschloss ich mich heute den Tegeler Hafen zu besuchen...
Dort gab es ein Wiedersehen mit einer ganzen Reihe von Schwänen, ich denke wir haben diese leider im Schlaf gestört. Allerdings war es bei dieser Nachtzeit so spannend den Schwänen zuzuschauen und die Atmosphäre zu genießen, dass wir uns beschließen ein wenig zu verweilen.

Als ich begann einen Schwan zu filmen entschloss er sich umzukehren um in meine Richtung zu schwimmen....ich habe mich für einen Moment wie ein Fotograf gefühlt, der mit seinem Model - dem Schwan perfekt zusammen arbeitet...das folgende Video denke ich, ist mir sehr gut gelungen und, dass nach diesem Tag ich noch Schwäne zu Gesicht bekomme grenzt für mich fast an Schicksal....

Ein Sonntag im Zeichen der kreative rechten Gehirnhälfte....


Sonntag, 29. März 2009

It's Sunday Funday!!!

Sehr geehrte Bartenders Lab Leser,

Ich werde mich morgen auf den Weg nach Hamburg zur Hamburger Meisterschaft machen, selbstverständlich werde ich meinene Fotokamera dabei haben und berichten, Ihr dürft also nach meiner Rückkehr sehr gespannt sein, für heute ein sehr interessantes Video, toll gemacht und rührend zugleich....

Samstag, 28. März 2009

DIE BITTERE WAHRHEIT


Die bittere Wahrheit, meine lieben Leser, ist, dass diese Woche etwas wirklich aussergewöhnliches geschehen ist, und kaum jemand darüber schreibt (ausser der gsa-blog und jrgmyr). (Zeitgleich kam heute noch ein super Post von Christian Niefanger von den Cocktailwelten dazu!)

Stephan Berg und Alexander Hauck von "The Bitter Truth" aus München haben diese Woche drei aussergewöhnliche Produkte auf den Markt gebracht! Diese Produkte erweitern unsere Möglichkeiten erneut um ein weites Spektrum. Es war ja schon immer deren Bestreben uns Barkeeper mit hochwertigen Produkten zu versorgen um unsere heissgeliebten Klassiker originaltreu nachmixen zu können. Man denke dabei an die wunderbaren Bitters, den Sloe Gin und die Rye-Granate! 

Jetzt kommt ein fabelhafter "Apricot Brandy" daher. Ein Produkt, dass bei sofortiger Querverkostung mit den anderen gängigen Marken sich durch Eleganz und Finesse so dermassen abhebt, dass man gar nicht glaubt, wie gut ein Apricot Brandy schmecken kann. Er wurde aus Klosterneuburger Aprikosen und einem Destillat aus den selben Früchten hergestellt. Dieser Apricot Brandy besticht durch seine ausgeprägte Fruchtigkeit und reduziertem Zuckergehalt. Etwas teurer, aber ein deutlicher Geschmacksvorteil bei allen Cocktails.

Der "Pimento Dram" ist eine etwas in Vergessenheit geratene Spezialität aus der Karibik und war bis jetzt nur schwer zu bekommen oder sehr aufwändig nachzumachen. Die einzige Flasche abgefüllten Pimento Dram von Sangster's die ich in meinem Regal habe errötet allerdings beim Anblick dieses perfekt ausbalanzierten Produkts von TBT. Die Aromen von Zimt, Nelken, Muskatnuss und Pfeffer sind sogar bei geringer Zugabe in Cocktails noch sehr angenehm präsent. Ein leckeres Rezept findet ihr auf der Alchemist Seite auf facebook. 

Wie toll ein "Creme de Violette" wirklich sein kann, bekommt man schon beim Öffnen dieser Flasche. Es verströmt sofort ein Duft der Voralpenländischen Veilchen, eingefasst in  feinstem Getreidebrand. Querverkostungen mit anderen Marken muss man unbedingt gemacht haben um zu merken wie hochwertig dieses Produkt ist. Und wenn man seinen ersten "Aviation" oder "Violette Fizz" damit gemixt hat, mag man eigentlich gar keinen anderen mehr haben.

Entschuldigt meine Euphorie, aber ich bin wirklich mehr als angenehm begeistert von diesen drei neuen Produkten. Und für gute Sachen kann man ruhig mal ein bisschen Werbung machen.

Bezugsquelle Drinkology 


Donnerstag, 26. März 2009

New Message : Sasha Petraske eröffnet neue Bar !

Es war über Monate im Gespräch, jetzt ist es offiziell: 

Sasha Petraske (Besitzer der beiden Milk & Honey New York - London und des Little Branch in New York und Ricard Boggato eröffnen in ein paar Tagen das "Dutch Kills" in Long Island City!

Dunkles Holz, wenige Sitzplätze, sehr altmodisch eingerichtet mit einer Geldkasse von 1913 ! Donnerstag bis Samstag wird Jazz und Ragtime gespielt - dieselbe Band die auch im Little Branch gespielt hat!
Das Konzept soll an die anderen Bars erinnern, bei einem bestellten Drink werden die Säfte frisch gepresst und das Eis für den Drink aus einem Block herausgeklopft! Platz gibt es für 75 Gäste! 

Silvester und andere Feiertage sind schon vorreserviert und ausgebucht. Eine Bar die nicht einmal aufgemacht hat und schon zu Feiertagen ausgebucht ist - das gibts auch nur in NYC ! 

"Dutch Kills" Website und wie man hinkommt! 


Mittwoch, 25. März 2009

YAMADANISHIKI


Yamadanishiki ist der "König des Reis". Es ist wie fast alle Reissorten die zur Saké-Herstellung verwendet werden eine gezüchtete Sorte, welche die positiven Eigenschaften optimiert. Yamada Nishiki wurde 1936 in der Hyogo Perfecture kultiviert und wird heute für 2/3 aller Saké verwendet. Die Saké-Wettbewerbe, bei denen alle Brauereien ihre besten Saké einsenden, wurden dadurch revolutioniert. Gab es bis dahin nur eine Kategorie von Premium-Saké, wurde bald eine zweite Kategorie eingeführt. Eine für Saké aus Yamada Nishiki Reis und eine für die etwa 60 anderen Reissorten, die gegen die neue Sorte nicht mehr ankommen konnten. 

Die verwendete Reissorte findet man neben fast allen anderen ausschlaggebenden Details auf dem Etikett. Man kann also schon beim Lesen des Etiketts Rückschlüsse auf die Art und Eigenschaften des Saké in der Flasche ziehen. Der Reis ist für den Saké wie die Traube für den Wein. Reis der zur Saké-Herstellung verwendet wird nennt man "sakamai". Tafelreis wird "shokumai" genannt. Sakamai ist physikalisch etwa 25% grösser als shokumai und enthält den für die Fermentation ausschlaggebenden Stärkeanteil konzentriert im Zentrum des Reiskorns. Die im Tafelreis quer verteilten anderen Stoffe wie Proteine und Fette liegen beim sakamai hauptsächlich auf der äusseren Schicht, die bei der Produktion abgeschliffen wird. Sakamai ist wegen der aufwendigen Kultivierung auch dreimal so teuer wie normaler Tafelreis und hinsichtlich der deutlichen Menge an abgeschliffenen Material rechtfertigt somit Premium-Saké auch seinen Preis. 

Beispiele für die Vielzahl von sakamai-Sorten sind:

Yamadanishiki
Herkunft: Hyogo, Okayama, Hiroshima
Besonderheiten: gilt als beste Sorte zur Saké-Herstellung
Eigenschaften: fruchtige, lebendige Saké mit schönen Aromen

Gohyakuman Goku
Herkunft: Niigata, Toyama, Ishikawa
Eigenschaften: leichte und trockene Saké

Omachi
Herkunft: Okayama, Hiroshima
Besonderheiten: gilt als Granddaddy des Yamada Nishiki, natürliche Reissorte die zur 
Kreuzung von Yamadan Nishiki verwendet wurde, kein Klon
Eigenschaften: volle, weiche und würzige Saké mit guter Säurebalance

Miyama Nishiki
Herkunft: Akita, Yamagata, Nagano
Eigenschaften: saftige Aromen und ausgewogene Saké

Hattan Nishiki
Herkunft: Hiroshima
Besonderheiten: neben Omachi die einzige natürliche Sorte, kein Klon
Eigenschaften: leicht tiefgründige Saké mit guter, ausbalancierter Säure

Diese Sorten beziehen sich natürlich wieder nur auf Premium-Saké. Für den Fusel, der 75% des Weltmarktes ausmacht, wird gerne einfacher Tafelreis verwendet, und dann auch noch gestreckt. Also, Finger weg von billigem Saké.

Dienstag, 24. März 2009

Johanisbeer/Wacholderbeersirup Teil II

Werter Leser des Bartenders Lab,

ich habe letzte Woche damit begonnen einen Johanisbeer/Wacholderbeersirup herstellen.

Hier nachzulesen

Heute bin ich mit der Herstellung des Sirups fertig geworden.
Meine Hände kleben und
meine ganze Wohnung duftet nach einem Verschnitt aus Karamell ,Johanisbeeren und Wacholder. Da bekomme ich glatt Lust auf ein Gin Tonic :)

Ich mache mich jetzt auf den Weg zur Arbeit und werde morgen ausführlich über die weitere Herstellung des Sirups schreiben.


Bis dahin
Liebe Grüße

Montag, 23. März 2009

Hamburger Meisterschaft der Barkeeper





Pressemitteilung von: Deutsche Barkeeper Union
Am 30.03.2009 um 16.00 Uhr startet die Sektion Hamburg-Schleswig Holstein der Deutschen Barkeeper Union e.V. die Landesmeisterschaft im Restaurant Parliament.
In der diesjährigen Aufgabe einen Longdrink zu kreieren werden die erfahrenen Barkeeper versuchen mit einem Sieg ihr Ticket zur Deutschen Meisterschaft zu lösen.
Nachdem Richard Dührkohp aus dem EAST Hotel 2008 als Vize-Deutscher Meister nach Hamburg zurück gekehrt ist, liegt die Messlatte für die Teilnehmer dieses Jahr besonders hoch.
Neben dem Wettkampf der DBU-Kollegen wird es auch dieses Jahr wieder den Open Bar Master Contest geben, der speziell für Nicht-Mitglieder der DBU gegründet wurde um einen, von der Spirituosen-Industrie, unabhängigen Wettbewerb möglich zu machen.
Neben vielen neuen Cocktailkreationen wird auch eine einmalige Flairtenter Show zu sehen sein.
Neben Thorsten Pannel, Tanja von Mixology und mir wird die Jury ein Kollege aus der Küche der Ma Restaurants in Berlin unterstützen. Rasebh, so wird er unter Kollegen, genannt ist ein Koch mit sehr sehr großen Interesse am Barwesen und war extrem begeistert, als die Anfrage kam. Ich persönlich bin auch schon sehr gespannt, und sollte am Ende Erdbeer Maracuja gewinnen, dann war dieser Drink schlichtweg der beste....

Der genaue Ablaufplan wird so aussehen:

13.00Uhr Eintreffen Teilnehmer LCM

13.30Uhr Einweisung Teilnehmer LCM

14.00Uhr Vorrunde LCM

15.30Uhr Eintreffen Teilnehmer OBM

16.00Uhr Ende Vorrunde LCM

16.15Uhr Bekanntgabe Finalisten LCM

16.30Uhr Finale LCM (3 Durchgänge)

OBM (3 Durchgänge)

18.00Uhr FLAIRSHOW

18.30Uhr Finale LCM (3 Durchgänge)

OBM (3 Durchgänge)

20.00Uhr FLAIRSHOW

20.30Uhr Siegerehrung LCM und OBM


Damit diese Meisterschaft ein Erfolg wird, hoffe ich auf regen Zulauf an Besuchern....Es wurde wirklich viel Schweiss und Herzblut in diese Meisterschaft gesteckt....
Bis bald in der wunderschönen Stadt Hamburg....

Sonntag, 22. März 2009

It's Sunday Funday!!!!







Lieber Bartenders Lab Leser,

Fals Sie in Berlin wohnen oder eine Reise anvisieren, leg ich ihnen ans Herz das Haus der Kulturen zu Besuchen! Momentane Ausstellung trägt den Namen "Pictopia - Festival neuer Figurenwelten"
Hier ein paar Impressionen:

Sollte die Kunst nicht interessieren, so weiß eine Art Autoscooter zu beindrucken:




Ich hole mir sehr oft Inspirationen in Museen und kann nur dazu raten, den Kopf in Museen frei zu bekommen. Wenn der Kopf zum Shaker wird, sollte er wieder weiß gestrichen werden und frei werden....
Ein Besuch im modernen Museen wie das Haus der Kulturen wirkt Wunder!

http://www.hkw.de/

Der Machagata Memai - Ein Sparkling Drink der Extraklasse!



Lieber Bartender Lab Leser,

Immer wieder müssen wir ansehen wie Gruppen in unseren Bars auf eine Gelungene Veranstaltung anstoßen, es wird intensiv geplaudert getrunken und bei hohen Alkoholpegel über den Chef gelästert ;-)

Meist wird bei diesen Veranstaltungen der verantwortungsbewuste Autofahrer mit seinem Glas Orangensaft oder San Fransisco gnadenlos ausgelacht weil er einfach mit seinem Eimer in der Hand ungemein auffällt....

Dem Autofahrer ist es selbstverständlich auch peinlich aber was muss das muss....

Schade eigentlich....

Damit diese Art von unangenehmen Situationen nie wieder auftritt habe ich den Machagata Memai(falscher Schwindel - denn Minus und Minus ergibt Plus) entwickelt....
So hat der Gast eine Art Champagner Cocktail in der Hand und fällt eher positiv als negativ auf!

Und das beste ist....er schmeckt!
Machagata Memai:
1cl Holunderblütensirup
1cl Jasmintee
1cl Roter Traubensaft
fill up mit Tonic Water oder falls erwünscht mit Champagner

Auf jeden Fall ein Drink der das Lächeln zurück in die Spiegel unsere Seelen zurück zaubern kann....

Kampai!

Was für ein Bedeutung hat das Geräusch von gebrochenen Flügeln?


Sehr geehrte Bartenders Lab Leser,

Tagelang habe ich gespannt auf das Ergebnis der Bols Trendscouts Wahl gewartet. Habe die netten Kommentare gelesen und habe wie eine Möwe im Wind meine Mittagsspaziergänge an der Spree in Richtung Shochu Bar gemacht und mir überlegt wie schön es doch wäre wenn ich diese einmalige Gelegenheit bekommen könnte.

Der durchaus kräftige und frische Wind kam mich sehr gelegen. Ich bin ein großer Fan von Sonnenschein warmer Sonne und kräftigen Böhen, so konnte ich mich wie ein Drachen in der Luft als Mensch auf der Erde mich gegen die Gewalt der Natur ankämpfen...

Als dann mein sehr geschätzer ehemaliger Kollege Andreas Berg mir die Nachricht übermittelte, dass ich für die Reise nicht ausgewählt wurde, sondern

Doreen Philipp aus dem Bayerischen Hof in München,

Stephan Hinz aus dem Shepheard in Köln und

Marco Beier aus dem Padres in München...

War ich natürlich im ersten Moment ein wenig geknickt, man hatte mir den Flügel gebrochen-

die Träume gestolen. Auf der anderen Seite ist ein Mensch meist unzufrieden, wenn man seine Träume zu früh erfüllt bekommt, nur wer Träume hat - lebt....

So wird der Wunsch vom Urlaub in New York weiterhin einer bleiben....

Auf der anderen Seit freut es mich für die beiden anderen Kandidaten Stephan Hinz und Marco Beier, die ich beide flüchtig kenne; beide allerdings einen sehr sympatischen Eindruck hinterlassen haben und wie wissbegierige bodeständige Bartender rüber kamen.

Dazu gefällt mir der Blog "Die etwas anderen Bartender" sehr gut da dieser sehr authentisch und human geschrieben wird dazu spontan und Hintergedanken ist.

Doreen Philip kenne ich leider nicht, daher kann ich über sie kein Urteil bilden.

Auf jeden Fall wünsche ich allen dreien eine wunderbare Reise, mein Flügel ist mitlerweile wieder geheilt - ich werde in Gedanken mitfliegen....